Das Buch „Vielleicht für immer“ ist meine Bachelorarbeit. Es befasst sich mit dem Thema der romantischen Liebe und untersucht, wie sich deren Definition, Ausdrucksformen und Kommunikationsweisen über verschiedene Generationen hinweg verändert haben.
Die Arbeit hat zwei Ebenen. Zum einen sind die drei Kapitel wichtig: „Was wir Liebe nennen“ (Definitionen), „Wie wir Liebe zeigen“ (Gesten und Symbole) und „Wie wir Liebe sagen“ (Kommunikation). Die jeweiligen Texte, Bilder und andere Materialien stammen aus verschiedenen Epochen und zeigen einen breiten Einblick.
Andererseits hat es eine persönliche Seite, denn es werden drei generationenübergreifende Sichtweisen miteinander verglichen; die Perspektiven meiner Großmutter (1928), meiner Mutter (1962) und meiner eigenen (2001). Interviews, Mindmaps und fotografische Dokumentationen zeigen, wie sich die Vorstellungen von Liebe im Laufe der Zeit gewandelt haben. Beide Ebenen haben interessante und unterschiedliche Einblicke.
Letztendlich wird deutlich, dass Liebe für jeden Menschen etwas anderes bedeutet. Es gibt keine eindeutige Antwort, sondern vielmehr einen vielschichtigen Einblick in das, was Liebe ist, war oder sein kann.
Ich habe das Team des Arc Restaurants in seiner Anfangszeit als Pop-up-Restaurant begleitet und es beim visuellen Design unterstützt. Ich habe Plakate und Illustrationen für die Speisekarte und das Gästebuch entworfen.
Das Arc Restaurant wurde von drei jungen Gastronomen gegründet, die eine hochwertige, kreative Küche mit Zutaten aus der Region Hamburg anbieten. Ihr Konzept basiert auf einer engen Zusammenarbeit mit nachhaltigen landwirtschaftlichen Betrieben und lokalen Erzeugern.
Was als experimentelles Pop-up-Projekt begann, hat sich mittlerweile zu einem etablierten Gourmetrestaurant in Hamburg entwickelt. Seit April 2024 führen sie ihr eigenes Restaurant, und ich bin stolz darauf, die Anfänge mitgestaltet zu haben.
MÓA ist mein persönliches Label für Projekte abseits der Auftragsarbeit – ein Name, unter dem ich eigene Ideen frei verfolge und ausprobiere, ohne den Rahmen eines klassischen Kundenprojekts.
Entstanden ist es 2020 während der Corona-Pandemie, zunächst mit selbst entworfenen T-Shirts. Einige dieser Entwürfe habe ich auch für Freunde gestaltet, die mich mit individuellen Illustrationen beauftragt haben.
Mit der Zeit sind immer mehr Formate dazugekommen: Karten, Wandkalender und freie Projekte wie das Arc Restaurant. So ist MÓA über die Jahre zu einem fortlaufenden Raum zum Ausprobieren geworden.
GIRLS IN ACTION – ACTION IN GIRLS
Über Frauen, die nie die Anerkennung erhielten, die sie verdient hätten.
Dieses Buch ist den weiblichen Figuren der James-Bond-Filme gewidmet, die über Jahrzehnte hinweg zu Symbolen von Schönheit, Begehren und Projektionsflächen wurden. Dafür wurden Szenen aus sämtlichen Filmen gesammelt und die männliche Hauptfigur vollständig entfernt. Was bleibt, sind die Frauen, ihre Posen, ihre Blicke und ihre Rollen, die oft mehr über die jeweilige Zeit erzählen als die eigentliche Handlung.
Das Projekt rückt die weibliche Präsenz in den Mittelpunkt, die in der Filmgeschichte häufig übersehen oder auf ihre sexuelle Attraktivität reduziert wurde. Es erinnert daran, dass die Filmindustrie über lange Zeit vom männlichen Blick (Male Gaze) geprägt war. Frauen wurden inszeniert, instrumentalisiert und nur selten als eigenständige Figuren wahrgenommen.
Dieses Buch ist zugleich eine Hommage und ein kritischer Kommentar zu weiblicher Sichtbarkeit, zu Machtverhältnissen und zum Recht, gesehen und als eigenständige Persönlichkeit anerkannt zu werden.
Rave for Romania ist ein soziales Spendenprojekt – eine Rave-Reihe in mehreren Städten zugunsten eines guten Zwecks. Für die Kampagne entwickelte ich die visuelle Identität und gestaltete sämtliche Kommunikationsmittel, darunter Social-Media-Inhalte (Ankündigungen, Line-ups und Event-Posts) sowie das Veranstaltungsplakat. Die Gestaltung basiert auf freigestellten Illustrationen, kräftigen Farben und einer konsistenten Bildsprache, die sich über alle Kanäle hinweg wiederfindet.
Die Kampagne erzielte nicht nur eine hohe Reichweite, sondern hatte auch einen direkten sozialen Einfluss: Durch die Spendenaktion konnten mehr als die Hälfte der Gäste eines Camps für Menschen mit Behinderung in Rumänien finanziert werden.
„Das Bild der Jäger" entstand in Zusammenarbeit mit der Fotografin Greta Struck. Das Fotobuch widmet sich der Jagd – einem Thema, das seit jeher von Faszination und Leidenschaft, aber auch von Kontroversen geprägt ist. Ausgangspunkt war Gretas fotografische Auseinandersetzung über mehrere Jahre hinweg, die in ihrer Bachelorarbeit gipfelte.
Die Arbeit öffnet den Blick für die Jagd als uraltes Handwerk, das sich im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne bewegt. Neben Fragen von Kultur und Identität behandelt das Buch zentrale Themen, die heute von größter Bedeutung sind: Nachhaltigkeit, Naturschutz und der respektvolle Umgang mit Wildtieren und Natur.
Im Mittelpunkt steht die fotografische Begleitung eines Ehepaars, das jagt und ein 300 Hektar großes Jagdrevier bewirtschaftet. Diese langfristige Dokumentation zeigt die Vielfalt der Jagd.
Das Buch lädt dazu ein, über die eigenen Vorurteile hinauszublicken und ein besseres Verständnis für die Jagd zu entwickeln.
Print & Poster versammelt eigenständige Arbeiten, die über die Zeit entstanden sind – vom klassischen Ausstellungsplakat bis zum Siebdruck. Verbindendes Element ist die Lust am Experimentieren mit Format, Farbe und Drucktechnik.
Dazu zählen unter anderem das Ausstellungsplakat „Aufbrüche“ für die Galerie JF, die dreiteilige Serie „HOME“, die sich konzeptionell dem Begriff Zuhause nähert, sowie das Plakat „Beşiktaş Girl Gang“.
Ergänzt wird das Ganze durch freiere Siebdruck-Arbeiten wie die Cow-Week-Karten und verschiedene Postkarten-Gestaltungen – ein spielerischer Gegenpol zur reduzierten, typografisch geführten Plakatserie.